Petershagen

E-NEUKAUF - Dallas lässt grüssen

Fast wie im Fehrnsehen der 80er Jahre, aber nur fast...

Als ich Mitte der 70er Jahre nach Petershagen kam hatte diese kleine Stadt in der Provinz so Ihren Charme. Man bekam eigentlich alles was man brauchte, ausser die für Jugendliche besonders wichtigen Langspielplatten. Aber alles andere war da zwei Edeka Märkte, ein COOP, Kuhlmann, Busse, Obenbeck und vieles mehr. Ich brauchte mich damals nur aufs Fahrrad zu schwingen und schon hatte ich alles was ich benötigte. Ausser Langspielplatten.

LUFTAUFNAHME PETERSHAGEN
Luftaufnahme des Kreisels in Petershagen (Quelle: www.google.de)

Heute über 30 Jahre später sieht vieles anders aus, am Ende der Hauptstraße gibt es Versicherungen, Lehrstände, ein Fitnesscenter und Edeka und einen netten Bäcker mit einem Cafe. eigentlich ist Cafe Völlmecke das einzige was am heutigen Kreisel von früher übergeblieben ist.

In der Mindener Strasse sieht es im Kernbereich noch gut aus, doch kaum am Amtsgericht vorbei beginnt, ausser einem Bäcker, die grosse Leere, bis hin zur Huculvi Passage, wo noch ein kleiner Frisörladen existiert.

Wo ist er hin der Edekaladen und die Fleischerei, wo ist die Fleischerei in der Hauptstrasse.

BLICK AUF DEN EDEKA IN PETERSHAGEN
Blick aus der Hauptstrasse heraus Richtung E-Neukauf

Heute habe ich in der Ortschaft Petershagen nur noch die Möglichkeit beim Edeka am Kreisel Frischfleisch und Wurst zu bekommen. Ich bin jetzt 45 meine Eltern über 70 und viele Petershäger sind noch viel älter und alle werden immer älter.

Wo werden wir in Zukunft einkaufen?

Fazit, es sieht mau aus mit der Lebensmittelversorgung innerhalb der Ortschaft, den Rewe -Markt am Randgebiet einmal aussen vor gelassen.

Wo soll es hingehen mit Petershagen, wo werden wir in Zukunft unsere Wurst kaufen?

Planen wir doch einmal so dahin, einfach mal in den Raum hinein: Ein neuer Metzger in der Innenstadt? Klappt nicht, dafür ist heutzutage zu wenig Umsatz drin! Einen weiteren Lebensmittelmarkt in der Innenstadt (Discounter oder etwas anderes) kein Platz.

Heute geht es beim Verkauf von Lebensmitteln um jeden Cent den der Händler verdienen kann, da der Profit bei der jetzigen Preisschlacht mehr als gering ist. Das bedeutet, will der Händler Geld verdienen, muss er mehr Platz für mehr Wahre haben. Damit das Angebot breiter wird und die Intervalle für Regal-Auffüllungen weniger werden.

Was bleibt ist also, wir bekommen einen grossen Markt oder gar keinen mehr, weil die Händler auf die grüne Wiese gehen. Siehe die Ortschaft Lahde auf der anderen Weserseite.

Kein Lebensmittel-Markt bedeutet mehr Fahrtkosten für jeden von uns, die Benzinpreise werden weiter steigen und unser Leben wird teurer. Einmal grade 200 Meter zum Einkaufen gehen ist dann nicht mehr.

Doch das ist nicht alles, wenn wir dann alle zu den großen Märkten an den Stadtrand fahren, werden auch die Bäcker im Ort weg brechen. Und so wird sich ein Geschäft nach dem anderen aus dem Ortskern verabschieden.

Was bleibt uns also, damit wir weiterhin in unserem Petershagen einkaufen können? Bitte denken Sie bei dieser Frage einmal an sich selbst, auch Sie werden älter!!!

Die Rettung naht?

Ich denke ja, denn es gibt Investoren die weitsichtig planen müssen um langfristig zu überleben. Gemeint ist hier die Neuplanung des Edeka-Marktes und seine Erweiterung.

„OHHH - Der Böse der da die ganze Stadt abreißen wird und alles in einem Riesen-Markt unterjochen will...“ werden jetzt einige rufen.

Jetzt mal ganz ehrlich, wir haben eine Gestaltungssatzung die auch für den Investor gilt, und somit kann er auch nicht machen was er möchte.

Meines Wissens plant Herr Röthemeier einen größeren Markt mit ausreichender Parkfläche und einem erweiterten Angebot. Sogar kleinere Geschäfte mit Untervermietung sind abgedacht. Alles soll ist Stadtbild passen und ansprechend gar einladend wirken.

Das alles hört sich erst einmal gut an.

Doch wehe, wehe . . .

Doch wehe wehe wenn ich durch die Gassen sehe. Wie bei jedem Projekt gibt es Personen die dafür sind und welche die dagegen sind. Ich verstehe Anwohner die Angst haben. „Was wird da kommen?“ ich verstehe auch Mitbürger die das einfach nicht wollen.

Denn es ist zum Glück ja unser Recht unsere Meinungen zu äußern und Kund zu tun.

Was ich aber nicht verstehe ist, wenn andere Unternehmer die selbst Ladenflächen anbieten mit allen Mitteln versuchen die Umgestaltung zu verhindern.

Da werden Bürger aufgebracht und manipuliert in dem man ihnen vorgaukelt es gehe hierbei um eine sinnvolle Stadtentwicklung. Da werden Ämter eingeschaltet um Steine in den Weg zu setzen. Dauerhaft, auch für Nachfolgende Generationen.

Alles im Sinne der „Sinnvollen Stadtentwicklung“?

Ich habe da meine Zweifel wenn dieses Vorgehen von einer Person ausgeht die einen Vorteil darin haben wird wenn die Marktvergrösserung des Edekas nicht kommen sollte.

Was ist dran an dessen Themen? Dies sollte sich jeder selbst genau überlegen. Wenn der Hauptinitiator gegen den Neubau eines für uns Bürger wichtigen Lebensmittelmarktes so vorgeht und uns allen ein falsches Bild vor Augen hält, sollten wir nachdenklich werden.

Nachdenklich, ob es sich hierbei wirklich um die von Ihm vorgetragenen Argumente handelt oder ob er und seine Mitstreiter nicht die eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgen und uns als Bürger wie eine Herde von Tieren, die auf einer Weide grasen, vor sich hertreiben.

Blick auf den Kreisel Petershagen
Denkmalschutz für dieses Haus? (rechtes, weißes Haus)

Das Interessanteste finde ich, ist die Bemühung das Eckhaus Sparkassenstrasse/Hauptstrasse unter Denkmalschutz stellen zu lassen.
Früher einmal ein Geschäftshaus ist es nun zu einem Wohnhaus umfunktioniert worden.
Zu einem Ansprechenden hinzu: Daumendicke Risse durchziehen die schmutzige Hausfassade.

Doch warum gerade dieses Haus JETZT unter dem Schutz des Denkmals fallen soll ist sehr verwunderlich.

1. Warum jetzt und nicht schon vor 5-10 Jahren?
2. Warum konzentriert man sich auf dieses Haus, wo andere Häuser, die weitaus älter sind, ansprechender und das Standbild wirklich prägen?

Ich glaube die Antwort ist: weil hier einzelne Personen, eine kleine Gruppe, uns Bürgern vorschreiben will, was wie wo gemacht werden soll.
Dieses Vorschreiben einzelner hatten wir schon einmal. es ist über 60 Jahre herr. Damals nannte man das Diktatur. Auch wenn dieses jetzt hart klingt, wer eins und eins zusammenzählen kann und ein wenig hinter die Kulissen schaut der kann nur zu diesem Schluß kommen.

Soweit meine Meinung zur Marktvergrösserung des E-Neukauf an der Hauptstraße in Petershagen.

Denken Sie selbst einmal darüber nach, ganz demokratisch.